Wir gärtnern auch ohne Garten

Wir haben nur begrenzt Fläche zur Verfügung

Naht der Frühling, überbieten sich die Supermärkte mit Angeboten an Pflanzerde, Saatgut, Pflanzen und allem erdenklichen Gartenzubehör. Zeitschriften und Fernsehsendungen bringen mit verlässlicher Regelmäßigkeit Gartenbeiträge und Gartentipps. Doch nicht jedermann besitzt einen eigenen Garten. Speziell für Mieter und Wohnungsbesitzer in der Stadt, denen kein Garten im herkömmlichen Sinne zur Verfügung steht, lohnt es sich den Begriff „Garten“ weiter zu fassen und andere begrünbare Flächen in die Überlegungen einzubeziehen.

 

Innenhöfe – die geheimen Gärten der Stadt

Hinter manchen Häuserfronten verbergen sich liebevoll gestaltete, großflächige Innenhöfe. Sie wirken wie ruhige schattig - grüne Inseln im Verkehrslärm und bieten Erholungsraum  für ihre Besucher.

Viele Innenhöfe dienen jedoch hauptsächlich als Abstellfläche für Autos und Müllcontainer; ihr Boden ist versiegelt oder stark verdichtet. Wenn Hausbesitzer und Hausgemeinschaft einverstanden sind, können auch diese Höfe mit Pflanzgefäßen, Hochbeeten und einer entsprechenden Bepflanzung freundlicher gestaltet werden. Vielleicht kann der Belag sogar ganz oder stellenweise entfernt werden, um Sträucher und Bäume zu pflanzen.

 

Dach, Terrasse und Balkon

Sind Flachdächer und Terrassen statisch ausreichend stark konzipiert, lassen sie sich grundsätzlich ebenso wie Gärten gestalten und nutzen. Unter Umständen bedarf es zuerst der Zustimmung der Miteigentümer und einer baubehördlichen Genehmigung. Im Freien entsteht dadurch zusätzlicher Raum zum Gärtnern, Feiern, Spielen und Entspannen, der stark zur Steigerung der Lebensqualität und zur Aufwertung des Wohnumfeldes beiträgt.

Diese häufig sehr exponierten Flächen benötigen unbedingt einen guten Sonnen- und Windschutz. Einschränkungen bei der Gestaltung können sich durch die zulässige Traglast ergeben, die das Aufstellen von Hochbeeten und Wasserbecken eventuell verhindert. Die aus Gewichtsgründen geringere Stärke der Erdschicht wirkt sich einschränkend auf die Höhe der möglichen Pflanzen aus. Für die Bewässerung der Pflanzen sollte optimalerweise ein Wasseranschluss im Außenbereich vorhanden sein.

Zu bedenken ist auch, dass Pflanzgefäße, Substrat und Pflanzen erst nach oben transportiert werden müssen. Sofern nicht ein Kran auf der Baustelle vorhanden ist, bedeutet dies einen Transport durch das Stiegenhaus und durch die Wohnung.

 

Fassaden – Fassadenbegrünung, der lebendige Klimaschutz

Dort wo am Boden kein Platz zur Verfügung steht, lassen sich die Wände nutzen. Unterstützt durch Klettergerüste, Seilsysteme oder Pflanztaschen kann ein kleiner Nutzgarten oder eine Begrünung der gesamten Fassade angelegt werden. Kletterpflanzen können unmittelbar in den Boden oder in Gefäße gepflanzt werden. Fassadenbegrünungen erfreuen unser Auge und lassen Betonwände erblühen. Sie schützen die Wände vor Regen und Wind, filtern Staub und Schmutz aus der Luft und wirken temperaturregulierend.

 

Fensterbretter, Stiegenaufgänge, Türeingänge - Minigärten mit Wirkung

Minigärten lassen sich als Topfgärten auf Fensterbrettern, Stiegenaufgängen und vor Türeingängen anlegen. Im Vorfeld sollten die Gestaltungsmaßnahmen immer mit dem Vermieter oder Hausbesitzer abgeklärt werden. Ein einzelner Topf ist vielleicht etwas wenig aber mit mehreren Pflanzgefäßen kommt man dem Gefühl vom Garten schon näher. Hier ist besonders auf die gute Sicherung und Standfestigkeit der Pflanzgefäße zu achten. Für Balkonkisterl gibt es geeignete Sicherungsvorrichtungen, die sich fassadenschonend montieren lassen.

Besondere Verhältnisse verlangen nach einer entsprechenden Pflanzenauswahl. Die Standorte sind meistens exponiert und bieten nur wenig Raum für die Pflanzenwurzeln. Hitze, Trockenheit, Frost und Wind sind besondere Herausforderungen für die Pflanze.

Viele Sorten für Balkon und Fensterbrett zeichnen sich durch kompakteren Wuchs aus. Gut geeignet sind Pflanzen, die mit Trockenheit zurechtkommen und je nach Standort die Sonne oder den Schatten lieben. Gemeinsam in einen Topf sollten aber nur die Pflanzen gesetzt werden, die sich gut miteinander vertragen und die gleichen Standortansprüche haben. Als Topfgarten lassen sich dann  -  ganz nach Wunsch und Bedarf - Gemüse-, Nasch-, Kräuter-, Schmetterlings-, Gräser- und Blumengärten gestalten.

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